Berlin: Kotykiewicz, Wien, Bj. 1916
Das Instrument wurde als "begonnene Restaurierung" verkauft, was leider aufgrund technischer Mängel verworfen werden musste.
Die handwerkliche Ausführung bei Kotykiewicz ist immer wieder eine Augenweide. Die Windlade beherbergt 7 Spiele und war soweit in einem guten Zustand.
Hier nun die eigentlich neuen Schöpfbälge. Fehler 1 - die Falten sind nicht stabil auf den Platten scharniert, Fehler 2 - die Lederzwickel haben eine falsche Form.
Am Anfang steht immer die Bestandsaufnahme. Je länger ich mich umsah, desto länger wurde die Mängelliste. Hier sieht man auch gut, dass das Instrument einmal bis zum Magazinbalg im Wasser stand.
Die aufgeleimten "Rahmen"-Teile hatten sich durch Feuchtigkeit aufgestellt. Der Versuch sie mit viel Weißleim wieder anzuschmiegen misslang.
Vermutlich war der Wasserschaden schon alt und hatte zur Entscheidung beigetragen, das Instrument schwarz zu machen.
Nach einiger Recherche, Versuchen und Rücksprachen, wurde entschieden, die schwarze Oberfläche aufzugeben.
So machte ich mich mit Spachtel, Stemmeisen, Spiritus und Stahlwolle ans Werk, den schwarzen Schellack zu entfernen. An einigen Stellen kam schönster Nussbaum zutage.
Aber mir war schon klar, dass es mehrere Durchgänge bräuchte, bis der schwarze Schellack völlig abgewaschen war.
Bei der Recherch zu dieser Restaurierung fielen mit die fehlenden Konsolen auf. Im Bild sieht man die Herstellung eines ersten Prototyps.
Nicht nur die Konsolen, auch andere Teile wurden schon angefertigt. So endete das Jahr 2024. Klicken sie hier, um die Fortsetzung 2025 zu sehen.

















