aktueller Stand: 13.03.2026

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Trayser, Stuttgart, Bj.1868

Beim Trayser ging die Stimmung in die zweite Runde. Wie schon beim "Cor Anglais", mussten auch bei der "Voix Celeste" die Platten zum Vorstimmen ausgebaut werden.

Erst bei den wirklich "frei" liegenden Spielen (16', 8', 4'), konnte auf den Ausbau verzichtet werden.

Wie zu erwarten, waren die höchsten Zungen im 4' etwas heikel. Zwei Zungen mussten ersetzt werden.

Hier sieht man am 16', wie massiv der Materialabtrag war (helle Stellen an der Zungenwurzel).

Aber irgendwann war dann auch die letzte Zunge gestimmt. Nach ein paar Wochen des Spielens, wird alles nocheinmal überprüft.

Dank der neuen (10 Jahre alten) Dichtung, gibt es an den Registerkanzellen keinen Windverlust.

Nun sind die Arbeiten erst einmal abgeschlossen. Die Intonation hat das Stimmen sehr gut überstanden und sich (für meinen Geschmack) schon fast zum Besseren verändert (alles etwas runder).

Für die neuen Registerschildchen wurden bereits die Rohlinge angefertigt.

J. Titz, Löwenberg, Bj.1906

Beim Titz wurden die Balgteile von ihrer alten Beleimung befreit.

Das Arbeiten mit Dampf schont die Substanz und teilweise werden alte Markierungen sichtbar.

Da die Balgteile erst einmal trocknen müssen, ging es mit den Gehäuse los.

Die ersten Schäden sind immer ganz unten, wie hier an der vorderen Bodenleiste.

Von außen nicht sichtbar! Auch an der hinteren Bodenleiste wurde schon gebastelt.

Die Bodenleisten wurden abgenommen und die Schäden freigelegt.

Die Bodenleisten sind immer willkommene Teile, um Oberflächenversuche durchzuführen.

Das Gehäuse aus schönstem Palisander, wirkt leider etwas "grau".

Wie man an dieser Partie gut erkennen kann, wurde einmal ein dünner Lacküberzug aufgetragen, welcher sich nun vom Untergrund löst. Vermutlich war die Oberfläche ursprünglich gewachst.

Hier liegt schon das fertig gefräste Ersatzteil für die Bodenleisten. Da Rio-Palisander unter strengem Schutz steht, werden Ersatzteile aus Nussbaum angefertigt und farblich angepasst.

Zwar gibt es auch andere Palisanderarten, doch diese sind sehr teuer und lassen sich farblich schlecht anpassen. Als nächstes wird das Furnier ergänzt.