Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

back to english index!

Hier finden Sie meist 14-tägig aktuelle Berichte über alles, was sich in der Werstatt oder außerhalb tut.

aktueller Stand: 23.09.2022

Da die Seite "Linksammlung" von mir (und auch den Lesern) sehr stiefmütterlich behandelt wurde, wird diese künftig durch die neue Seite "CNC-Fertigung" ersetzt. Schauen Sie doch gleich mal vorbei...

John Holt, Liverpool, Bj. 1935

Nachdem die restlichen Pfeifen alle verleimt und verputzt waren, erfolgte ein grober Längenschnitt.

Hier liegt die große Oktave des 2 2/3', Eiche, gedeckt.

Etwas zahlreicher sind die Pfeifen des 4', insgesamt 61 Stück.

li: Frisch gefrästes Labium im Detail.

re: Nach dem Verputzen der Teile, konnten den Pfeifen erste Klänge entlockt werden - funktioniert großartig!

Nun wurden die Labien des 2 2/3' gefräst. Wie schon beim Gedeckt 8', werden diese von außen aufgesetzt.

li: Um die Pfeifen zum Sprechen zu bringen, fehlten neben Spunden und Oberlabien noch die Vorschläge. Auch diese wurden an der CNC-Fräse angefertigt.

Da die tiefen Oktaven von 4' und 2 2/3' gedeckt sind, mussten Spunde angefertigt werden.

Da die Labien außen aufgesetzt sind, empfiehlt es sich, die Kernspalten in den Vorschlägen zu machen.

Auch beim 4' wurden erste Probe-Vorschläge gemacht. Zwar sind die Labien nicht außen aufgesetzt, die Pfeifen aber innenlabiert, daher ist auch hier wieder die Kernspalte im Vorschlag.

Im Bild li und hier, sieht man den Dübel zur Windregulierung. Der Holzdübel hat keine scharfen Kanten und ist daher besser geeignet als eine Madenschraube. Zum Öffnen wird ein kleiner Keil in den Fuß geschlagen.

Nächste Woche werden die Spunde befilzt und beledert, die Vorschläge gefräst und dann geht es schön langsam mit den Stöcken los.

Mustel Orgue-Celesta, Bj. 1902

Der Orgue-Celesta-Balg wurde gereinigt und zerlegt.

Als erstes musste die Doppelexpression weichen.

Denn unter der DE liegt das Expressionsventil und die Fangventile, welche in der Regel steif sind - so auch hier.

Die Schöpfer warteten mit allerlei Reparaturspuren auf.

Die mit Kontaktkleber verarbeiteten Lederstreifen, machen die Restaurierung nun nicht einfacher.

Nur wenige Faltenscharniere waren noch stabil, die Zwickel sahen noch besser aus.

re: Die Schöpfer wurden gänzlich zerlegt. Leider wurde auch auf der Innenseite mit reichlich Kontaktkleber gearbeitet.

Der Magazinbalg macht noch einen erlativ guten Eindruck.

Windkammer mit Magazin, aber ohne Schöpfer!

Auf dem Tisch sind die Arbeiten für nächste Woche schon zurecht gelegt.