Orgel- und
Harmoniumwerkstatt
Thomas Reilich
Aktuelle Projekte

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Um einen vergessenen Schatz zu bergen, suchen wir Kontakt zu Besitzern des Hörügel-Modelles "Maestrale".

Bitte melden Sie sich unter: thomas.reilich@t-online.de. Selbstverständlich werden alle Angaben vertraulich behandelt.

Harmonium Späthe, Gera, Bj. 1903

Wie angekündigt, ging es beim Späthe diese Woche in die letzte Runde. Sie wurde durch die Montage der restlichen Gehäuseteile eingeläutet.

Nun wurden auch die neuen Stoffbespannun-gen in Angriff genommen. Im Bild liegt gerade der gereinigte Rückwandrahmen auf der Werkbank. Hier werden erst einmal die Schnittkanten des neuen Stoffes angezeichnet.

Wenig später lässt sich das Ergebnis dann schon sehen. Der Rückwandrahmen ist mittels Scharnieren an der Balgplatte befesteigt und wir zum Verschließen einfach hoch geklappt.

Nun kam das kleine Loch in der Balgträgerplatte ins Spiel, da hier nun der Motor -für die Windversorgung bei der Stimmung- angeschlossen wurde.

re: Frisch restauriert, wartet dieses Instrument nun wieder auf den Einsatz im Musikzimmer der Eigentümer.

Die Stimmung der beiden Zungenspiele war dann auch bald erledigt.

Stimmtonhöhe: 438 Hz.

Hersteller: Wilhelm Späthe, Gera / Bj.: 1903 / Serniennummer: 8169

Bass-Coppler / Forte I / Prinzipal 4' / Piano / Diapason / Vox h. / Melodia 8' / Echo / Flute 4' / Forte II / Discant-Coppler

Harmonium Steinmeyer, Öttingen, Bj. ca. 1910

Bei diesem kleinen Druckwind-Harmonium sollte eigentlich nur der Diskant etwas nachgestimmt werden.

Doch bei der Besichtigung stellte sich aktiver Holzwurm-Befall heraus, daher war eine komplette Demontage unumgänglich.

Beim Öffnen des Werkes war der Grund für die Verstimmungen dann recht offensichtlich.

Bei so viel Grünspan ziehe sogar ich gerne Handschuhe und Mundschutz an.

Nach mehreren Durchgängen im Ultraschall-bad, war vom Kupferacetat (ugs. Grünspan) nichts mehr zu sehen.

Auch die Rückseiten waren wieder blitz-blank.

Leider waren viele der kleinen Schraube derart stark verrostet, dass sie beim leisesten Ansatz des Schraubendrehers abbrachen. Da half auch der Einsatz des Lötkolbens zur Erwärmung nichts.

re: Das entkernte Gehäuse konnte nun gründlich gereinigt werden. Zum Glück war aktiver Wurmbefall nur hier zu finden.

Das Instrument wurde vor ca. 10 Jahren von einem Orgelbaubetrieb überholt. Dabei wurde auch die Balganlage neu bezogen. Die Lederarbeiten sind ordentlich gemacht, die Farbe der Papierung aber Geschmacksache.

Nun konnte alles mit Holzwurm-Ex gestrichen werden. Um die Wirkung noch etwas zu verstärken, wurde das Gehäuse anschließend in Folie verpackt.